Warum kein Küken, keine Henne und auch kein Hahn Werbung für das Osterfest machen würde, können Sie hier lesen.

Liebe Schabenreith-Gemeinde, diese Notiz hat die Krähe am Osterwochenende 2010 verfasst. Leider hat sie bis dato nichts von ihrer Gültigkeit verloren. Ich habe sie nun etwas abgeändert und teile sie hiermit im Namen des Tierparadieses mit euch. Vom Lebewesen zum Lebensmittel…

Gedankenkette: Ostern-Eier-Hühner-Hasen/Kaninchen-Lämmer-Ziegenkitzerl-Osterschinken …

Vorweg: „Unsere“ Feste gehen vor allem auf Kosten von Tieren. Diese bezahlen mit ihrem Leben. Die Botschaft dieser Notiz kommt meines Erachtens nur voll zur Geltung, wenn mensch die verlinkten Videos auch wirklich anschaut, bevor es im Text weitergeht. Die AMAFilmchen sind „harmlos“ – dienen sie doch zu Werbezwecken wie der Name „Agrarmarkt Austria MARKETING“ schon sagt.

Ei, Ei, Ei: Was brauchen wir alles dazu und wo kommt es her?

Eine lange Reise – hier eine ganz grobe Zusammenfassung (45 Sekunden): (Agrarmarkt Austria Marketing)

http://www.rund-ums-ei.at/fileadmin/_/Pdf_wmv/uebersicht_ei_zur_legehenne.wmv

Und so sieht das dann aus: Die Embryonalentwicklung – „Das Wunder Ei“. Es lebt. (von Astronauten und ihren Raumkapseln…) „…bis nach einigen Stunden ein völlig erschöpftes, kleines feuchtes Etwas das, zum ersten Mal das Licht der Welt erblickt und sich nach kurzer Zeit bereits neugierig auf die Socken macht.“ …na schau´ma mal wie das aussieht:

http://www.rund-ums-ei.at/fileadmin/_/Pdf_wmv/embryonalentwicklung.wmv

Aber vorher noch „Spezielle Vermehrungsbetriebe“ – also die Eltern.

http://www.rund-ums-ei.at/fileadmin/_/Pdf_wmv/elterntiere.wmv

… und so sieht eine Brüterei aus (wieder ein Video vom Agrarmarkt Austria Marketing)…untermalt von feiner Musik… schwärm… „quirlige Kinderstuben“, (ich erinnere an „neugierig auf die Socken machen“) sexen und gleich mal eine „Schutzimpfung“ – sicherheitshalber. Dann geht die erste Reise los – juhuu – um „unter optimalen Bedingungen zu Legehennen heranzuwachsen“ und die 2. Reise dann zu verschiedenen „Legehennenhaltern“ – also zu Bauern und Bäuerinnen und Landwirt_innen – wie mensch so schön sagt.

http://www.rund-ums-ei.at/fileadmin/_/Pdf_wmv/aufzucht.wmv

Das Sexen schauen wir uns jetzt nochmal genauer an: (ZDF Beitrag)

http://www.youtube.com/watch?v=lGpJ7J8ReJ4

Unkommentiert: http://www.youtube.com/watch?v=Sqx6FVTdOUw

So geht das also.

Jetzt geht´s los: Ein Jahr lang heißt es nun täglich unter den widrigsten Bedingungen „Eier zu legen“. Das ist an und für sich eine sehr intime Angelegenheit. Ihrer Natur entsprechend, und wenn sie die Möglichkeit dazu haben, ziehen sich hierfür gerne zurück. In ein Nest halt. http://www.rund-ums-ei.at/index.php?id=eierproduktion

„Konsumeier sind unbefruchtete Eier. Sie werden für den Verzehr erzeugt. Ob Hühner Eier legen, ist jedoch unabhängig von der Begattung durch den Hahn.“

Aha. Und weiter: „Ein langer Weg bis zum fertigen Ei: Aus einer weiblichen Eizelle eines Huhnes (im Eierstock befinden sich etwa 36 000 Eizellen) entwickelt sich ein Ei. Aufgrund der speziellen Geschlechtsorgane ist es möglich, eine Eizelle in eine Dotterkugel mit mehreren Lagen Eiklar und eine stabile Schale zu verpacken.

Zuerst wächst 7 Tage vor der Eiablage ein Dotter aus der Eizelle. Sobald der Dotter die normale Größe erreicht hat, beginnt eine 24-stündige Reise durch den Eileiter. Im Eileiter werden durch ständige Drehbewegungen mehrere Schichten Eiklar um den Dotter gewickelt. Dieser übernimmt durch seine bakterienhemmende Wirkung die Funktion eines Schutzschildes. Nach etwa 3 Stunden gelangt der Dotter mit den Eiklarschichten zum Engpass, wo die Schale gebildet wird. Die Bildung der Eischale (übernimmt die hauptsächliche Schutzfunktion) dauert etwa 21 Stunden.

Es kann auch passieren, dass ein Ei den Engpass zu schnell durchwandert. Das Resultat ist ein Ei ohne Schale. Am Ende wird das Ei mit einer Schleimschicht überzogen. Es ist das sogenannte Eioberhäutchen, das sofort eintrocknet, sobald es mit Luft in Kontakt kommt. Das Ei verlässt über den Endteil des Eileiters den Hühnerkörper. Dabei stülpt sich die Scheide durch die Kloake nach außen.

Also, wie gesagt, sehr intim und so.

Falls sie also nicht schon im Käfig elendig sterben und dort unter ihren Artgenossinnen verwesen wartet jetzt noch eine 3. Reise auf sie, und die führt sie in den Schlachthof. Es warat zum Beispiel wegen der Hühnersuppe – soll ja sehr gesund und sein, damit mensch wieder „zu Kräften kommt“ und so…

(Wieso fällt mir jetzt wieder die Schutzimpfung ein?) ….(!)

Die Ausstallung, Speisekarten und Einkaufszettel

Der Dank für ihre Dienste und Leistungen, Eier für Menschen zu produzieren, und ihre damit verbundenen Leiden und Qualen ist also eine Reise zum Schlachthof. Weil die Konsumgesellschaft zum einen nicht wissen will und zum anderen auch nicht unbedingt wissen soll wie das so abläuft sind diese Bauten meist eher am Rande bzw. außerhalb von Wohngebieten angesiedelt. (Wohin fährt ein Tiertransporter?) Dort werden sie von ihrem Sch.leben sowie Kopf, Federn, Füßen und Blut befreit, in einzelne Körperteile zerlegt, sortiert und fein säuberlich abgepackt um im Supermarkt (6 Haxerln, Flügerl oder Brüste zum Preis von 5 oder so), am „Bauernmarkt“ oder auf der Speisekarte, als nuggets, wings oder verarbeitet zu Palatschinken oder anderen Mehlspeisen zu landen.

Die KonsumentInnen öffnen ihre Geldbörsen und Münder. Es schmeckt ja so gut. (Aber „die Bilder davon kann ich mir nicht ansehen.“)

Jeder Ausstallung folgt natürlich wieder eine Einstallung. Und die nächsten Hühner sind dran. So ist das mit der Geflügelindustrie und den Eiern.

Eigentlich wollte ich mich auch noch dem „Osterhasen“ widmen. Ich mach´s jetzt aber kurz und kindgerecht – supported by Morrissey: http://www.youtube.com/watch?v=WwAbNGiopUE

Okay, das geht auch noch – so sieht´s wirklich aus: http://www.youtube.com/watch?v=EAZwz9yn10

Jedenfalls hält sich unsere Vorfreude auf das bevorstehende Osterfest angesichts der oben genannten und weiteren traurigen Tatsachen, die mit diesem Fest in Zusammenhang stehen, sehr in Grenzen! Werdet kritisch und hinterfragt das Essen, das ihr euch zu Munde führt. Lasst uns Feste feiern, ohne Tierleid zu verursachen!

(„Zu diesem traditionellen Fest werden in Österreich jedes Jahr über 50 Millionen Eier gekocht, gefärbt, verpackt und anschließend verputzt.“ Quelle: http://www.rund-umsei.at/index.php?id=ostern

Ob das Huhn oder das Ei zuerst da war, weiß ich bis heute nicht. ^^ (KrahKrah!) http://www.nichtlustig.de/toondb/020119.html (Huhn oder Ei)

henne